Facharztverträge – Erste Erfahrungen

Ein Quartal mit den Facharztverträgen ist vorüber, wir machen erste Erfahrungen.

Positive – die Bürokratie und die Datentechnik halten sich in erträglichen Grenzen. Die Abrechnung der Leistungen ist im Alltag einfach und im Ergebnis klar. Das spart Zeit, die für die Patienten eingesetzt werden kann. Die Angebote der beteiligten Kassen (AOK Baden-Württemberg und BKK Bosch) für die Patienten sich umfangreich, wenn auch auf die konservative Behandlung weniger Diagnosen beschränkt. Die Angebote richten sich gezielt an Patienten mit Rücken-, Hüft- und Kniegelenksleiden, Rheuma und Osteoporose. Das letztendliche Ziel ist die Vermeidung unnötiger Operationen. Es liegt an den Patienten, die Angebote ohne Scheu und in vollem Umfang zu nutzen – sprechen Sie mir Ihrer Krankenkasse !

Negative – Mit der Teilnahme am Programm erfolgt die Einbindung in eine Datenbank, die eine sehr genaue Überwachung von Arzt und Patient zulässt. Doch das scheint niemanden zu stören.

Aussichten – Patienten, die an den Programmen teilnehmen, haben bei der Terminvergabe Vorrang. Unabhängig, welche Skurilitäten die Politik für die Organisation des Arztbesuches noch ausbrüten wird. Bleibt abzuwarten, ob sich noch andere Kassen den Programmen anschliessen werden und die Zahl der eingebundenen Diagnosen erweitert wird.